„Gemeinsam ankommen“

Die Kinder legen ein Mosaik zusammen. Die Kinder legen ein Mosaik zusammen. Foto: Lehnardt-Olm

Heiligensee – Integration und Kunst sind vielfältig. Während die Kunst jedoch Grenzen überwindet, stößt die gelebte Integration an ihre Grenzen. Im Kulturprojekt „Gemeinsam ankommen“ konnte die Ellef-Ringnes-Grundschule Schüler der Willkommensklassen und der Regelklassen näher bringen. Zusammen mit der Künstlerin Petra Lehnardt-Olm arbeiteten die Kinder an einer Aktion. Zuerst wurde gekocht. Die Aufgabe der zweiten Schülergruppe: Sie fotografierten das Kocherlebnis und setzten die Ausschnitte der Bilder zu neuen Mosaiken zusammen. Als halbdurchsichtige Aufkleber zieren sie nun die Scheiben. „Von draußen schaust du durch die Mosaike herein und siehst unser gemeinsames Arbeiten“, erklärt die Schulleiterin Cordula Hobein.

Die Schulleiterin steht bei der Inte­gration vor ganz anderen Herausforderungen. Die Grenzen schlagen in dem ambitionierten Team an vielen Stellen auf. Zum einen fehlt den Lehrern der Willkommensklassen teilweise die pädagogische Ausbildung. Die psychische Belastung der Kinder ist groß, sie sind traumatisiert und benötigen kompetente Begleitung. „Die meisten Kinder sind unendlich müde“, berichtet Frau Hobein. „Vielen fehlt besonders im Nachmittagsbereich die Rückzugsmöglichkeit, um all das Erlernte zu verarbeiten.“

Nach etwa 1,5 Jahren Willkommensklasse müssen die Kinder in eine Regelklasse integriert werden. Sind die Klassen an der Schule aber zu voll, dann werden die Kinder an andere Schulen verteilt. 1,5 Jahre des Kennenlernens einer Schule und deren Menschen werden damit über den Haufen geworfen. Das ist sehr ernüchternd. Doch das Team rund um Ho­bein lässt nicht locker. Bestimmt liegt das nächste Projekt schon auf dem Tisch. mb

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Erfolg beim Schülerwettbewerb

Reinickendorf – Die Georg-Schlesinger-Schule kann sich über einen Erfolg beim Schülerwettbewerb Gebäudetechnik freuen. Schüler des Leistungskurs Umwelttechnik konnten mit ihrem Unterrichtsprojekt, bei dem sie den energetischen Zustand ihrer Schule untersuchten und Maßnahmen zum Sparen von Energie aufzeigten, die Jury überzeugen und sich das Preisgeld von 1.000 Euro sichern. Der Großteil des Preisgeldes fließt in ein Folgeprojekt an der Schule, bei dem weitere Energiesparmaßnahmen mit einem Smart Home System realisiert werden sollen.