„Walter May“ sucht Unterstützer

Manfred Fisch, Wolf Roisch und Manfred Scholz vor dem Schullandheim „Walter May“ (v. l.) Manfred Fisch, Wolf Roisch und Manfred Scholz vor dem Schullandheim „Walter May“ (v. l.) Foto: mvo

Heiligensee – Ein sonniger Märztag: Auf dem Gelände des Schullandheims „Walter May“ werden fleißig Besen und Harken geschwungen. Der Förderverein und gleichzeitige Eigentümer und Betreiber des Schullandheims hat seine Mitglieder zum Frühjahrsputz geladen.

Rund 220 Mitglieder sind aufgerufen, mit anzupacken, denn ohne praktische Mitarbeit ist das kleine Schullandheim nicht zu betreiben. 1954 nahe des heutigen Flora-Fauna-Habitatrichtlinie-Gebietes Baumberge in Heiligensee erbaut, bietet das eingezäunte, über 16.000 Quadratmeter große Gelände ganzjährig Platz für bis zu 32 Schüler mit zwei Begleitern.

Die Einnahmen aus der Einquartierung decken gerade die Kosten für den vor Ort wohnenden Heimleiter und die Betriebskosten, doch alles darüber Hinausgehende erbringen die Vereinsmitglieder in Eigenleistung. So wurden die Räume erst kürzlich gestrichen, und der ehemalige Arbeitgeber eines bereits pensionierten Mitglieds spendierte einige tausend Euro, um eine zeitgemäße Küche einbauen zu können. Eigeninitiative ist gefragt, denn das Schullandheim, das noch viele Reinickendorfer aus ihrer Jugend kennen, ist schon lange kein Landeseigentum mehr und erhält keine Zuwendungen vom Bezirk oder dem Land. Als Schullandheim hat die Einrichtung nicht einmal Aussicht auf Zuwendungen des Bundes.

So muss der „Lernort im Grünen“ mit viel Einsatz und Mitgliedsbeiträgen ab 12 Euro im Jahr ehrenamtlich erhalten werden.

Die Nachfrage ist groß – Kitas, Schulen und zunehmend auch Musikschulen buchen die Einrichtung. Da es nur zwei weitere und auf ähnliche Weise am Leben erhaltene Schullandheime in Berlin gibt, kann es terminlich schon mal schwierig werden, denn die eng gesteckten Finanzrahmen machen weiter entfernte Klassenfahrten oft unmöglich.

IMGP1872Manfred Fisch (M.) zeigt, wo die Verglasung der Halle geplant ist. So können Aktivitäten auch im Trockenen stattfinden, wenn es regnet. Foto: mvo

Brot backen, gemeinsames Kochen und viele zusätzlich zu buchende Angebote machen den Aufenthalt kurzweilig. Für schlechtes Wetter bietet ein überdachter Bereich Tischtennisplatten und andere Aktivitäten. Manfred Fisch und Manfred Scholz vom Vorstand des Fördervereins würden diesen Bereich gerne mit einer Verglasung wetterfest machen, doch das bleibt eine nicht finanzierbare Vision. Ohne weitere und engagierte Mitglieder kann das 2008 mit dem Kauf begonnene Projekt nicht fortgesetzt werden, und mit Platz für nur eine Klasse ist an einen wirtschaftlich wirklich tragfähigen Betrieb nicht zu denken.

Als nächstes braucht es eine Entkalkungsanlage für die hauseigene Wasseraufbereitung und neue Bodenbeläge in den Zimmern – also noch viel zu tun bis zum großen Waldsommerfest im Juli, mit dem das Vereinsmitglied Wolfram Odebrecht wieder Mitglieder und Förderer auf das Gelände locken möchte. Bei Musik und gutem Essen hofft man auf Nachwuchs für dieses Projekt. Wer sich informieren oder engagieren möchte, findet unter www.walter-may.de Angebote und Hintergrundinformationen. mvo

Letzte Änderung am Donnerstag, 13 April 2017 12:37

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Erfolg beim Schülerwettbewerb

Reinickendorf – Die Georg-Schlesinger-Schule kann sich über einen Erfolg beim Schülerwettbewerb Gebäudetechnik freuen. Schüler des Leistungskurs Umwelttechnik konnten mit ihrem Unterrichtsprojekt, bei dem sie den energetischen Zustand ihrer Schule untersuchten und Maßnahmen zum Sparen von Energie aufzeigten, die Jury überzeugen und sich das Preisgeld von 1.000 Euro sichern. Der Großteil des Preisgeldes fließt in ein Folgeprojekt an der Schule, bei dem weitere Energiesparmaßnahmen mit einem Smart Home System realisiert werden sollen.