Alpenländisches in Alt-Lübars

Florian Wehr ist Inhaber, Koch und Weinberater zugleich. Florian Wehr ist Inhaber, Koch und Weinberater zugleich. Foto: ks

Lübars – Ein neues Angebot für Feinschmecker existiert seit Ende letzten Jahres in der ländlich anmutenden Idylle von Lübars. Hier, wo noch Trecker durch den alten Dorfkern rattern, hat sich der Gastronom Florian Wehr seinen Traum vom eigenen Restaurant erfüllt. „Landhaus Alt-Lübars“ nennt es sich einfach, aber prägnant. Es befindet sich genau dort, wo über viele Jahre die Alte Dorfschmiede residierte, dann aber aus familiären Gründen den Betrieb einstellen musste. „Wir haben viel um- und ausgebaut, alles von Grund auf saniert“ blickt der neue Besitzer auf die schwierige Übergangs­phase von rund zwei Jahren zurück. Viel Bauschutt muss in dieser Zeit abgefahren werden. Eine Sammlung von mehreren hundert Kaffeekannen, die früher als Dekoration diente, spendete Wehr dem Kannenmuseum in Baden-Württemberg.

Das neue Interieur ist eine Mischung aus klassischen Landhauselementen und modernen Attitüden. Gepolsterte Sitzbänke vor weißen Wänden, dezent mit einigen Bildern illustriert, geben eine klare, sachliche Optik vor. Die blau-weiß karierten Tischdecken sind eine bewusste Reminiszenz an das alpenländische Speisenangebot. Im Zentrum des Gastraumes dienen ein Weinregal und ein Holzfass als Blickfänge. 40 Sitzplätze warten in der Stube drinnen auf ihren Einsatz. Eine kleine Bar fehlt nicht, hier darf man gern ein Glas im Stehen trinken. „Der Gast soll sich bei uns wie zu Hause fühlen“, definiert der 39-jährige Inhaber das Ambiente. In der warmen Jahreszeit bietet eine Terrasse Biergartenatmosphäre, hier gibt es noch einmal 60 Plätze.

Florian Wehr, selbst in Lübars geboren, Ehemann und Vater zweier Kinder, hat sich sein Konzept genau überlegt. Der gelernte Koch kann auf zahlreiche Erfahrungen in der Gastronomie zurückblicken, beispielsweise im Schweizer Hof. Zudem hat er als Caterer schon für diverse Prominente gekocht. David Garrett, Andreas Gabalier oder die Rolling Stones seien exemplarisch genannt. Jetzt, in seinem eigenen Haus, bietet er hauptsächlich Gerichte aus Süddeutschland und dem Alpenraum an. Obazda, Backhendlsalat, Tiroler Speck, Allgäuer Käsespätzle oder Brust vom steirischen Ochsen stehen aktuell auf der Karte, die allerdings regelmäßige Änderungen erfährt. Wenn es an der Zeit ist, kommen saisonale Produkte hinzu. „So gut wie alles wird frisch zubereitet, wir verzichten weitestgehend auf Convenience“, erzählt der Chefkoch. Da könne es passieren, dass das eine oder andere schon mal aus ist. Dem Klassiker der österreichischen Kochkunst dürfte das kaum geschehen, das Wiener Schnitzel vom Kalb ist ein absolutes Muss. Selbiges gilt für den Kaiserschmarrn. Selbstverständlich ist zudem der Gruß aus der Küche. Jeder Gast erhält ohne Aufpreis Erdapfelkas als Appetitanreger.

Zur Befeuchtung der Kehlen wird Paulanerbier vom Fass gereicht. Für die Kenner von Rebsäften erläutert der Hausherr gern sein diesbezügliches Angebot von zumeist kleinen Weingütern. Zu einem besonderen Highlight könnte das so genannte Lübarser Weinmenü avancieren. Mehrmals im Jahr soll dieses 4-Gänge-Dinner mit passender Weinbegleitung und fachmännischen Erläuterungen von Winzern stattfinden. ks

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Meldungen kurz & knapp

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Havelspektakel am Stadthafen

Hennigsdorf – Das Havelspektakel am Stadthafen Hennigsdorf findet am Samstag, 26. August, von 10 Uhr bis Mitternacht statt. Im Fokus steht das Thema Wasser, mit vielen Mitmachangeboten für Kinder und Familien, vielfältigen kulinarischen Spezialitäten, Musik mit einem maritimen Bühnenprogramm und Zirkus mit der Jonglage- und Akrobatik-Piratenshow. Die preußische Staatsyacht „Sehnsucht“ und das Theaterschiff „Traumschüff“ werden zu sehen sein, während die Reederei Grimm und Lindecke, die in diesem Jahr ihr 20. Jubiläum feiert, zwei Sondertouren bietet. Ein Höhepunkt des Fests ist das Höhenfeuerwerk, das um 22 Uhr gezündet wird. Weitere Infos unter www.hennigsdorf. de

Jugend-Tanz-Theater

Bezirk/Schöneberg – Die Faster- Than-Light-Dance-Company aus Reinickendorf tritt am 25. August mit der Choreographie „Auf Messers Schneide“ in der Weißen Rose, Martin-Luther- Straße 77, 10825 Berlin, auf. Das Jugend-Tanz-Theater behandelt in dem Stück die Zukunft, die auf Messers Schneide steht. Zwischen Himmel und Hölle prallen Wut und Wahnsinn aufeinander. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem sich die Tänzer die Seele aus dem Körper tanzen. Für die Choreographie ist Volker Eisenach verantwortlich. Der Eintritt beträgt 8 Euro (6 ermäßigt).

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