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Köstliche Kulinarik trifft Kultur

Die Öffentlichkeitsbeauftragte Antje Harms (l.) und Geschäftsführerin Kathrin Freese-Kriesel haben die Idee vom Café verwirklicht. Die Öffentlichkeitsbeauftragte Antje Harms (l.) und Geschäftsführerin Kathrin Freese-Kriesel haben die Idee vom Café verwirklicht. Foto: ks

Reinickendorf – Der Kiez rund um Alt-Reinickendorf hat einen neuen Ort der Gastlichkeit. Café Aline nennt sich der Anfang April eröffnete Treffpunkt, welcher die Nachbarschaft kulinarisch und kulturell bereichern möchte. Er befindet sich im Eingangsbereich des Gewerbehofes mit der Hausnummer 29, ein Gebäude, dass viele Reinickendorfer noch als früheres Polizeirevier kennen.

Die gastronomischen Offerten beschränken sich bewusst auf die Zeit zwischen 11 und 17 Uhr. Mittagstisch zu kundenfreundlichen Preisen ist dabei ein wichtiges Standbein. Es gibt Salate, täglich wechselnde Suppen und Eintöpfe sowie Backofengerichte, etwa Quiche, Pizza oder Aufläufe. Es wird besonderen Wert auf eine regionale und saisonale Küche gelegt. Wo immer es geht, finden Bio-Produkte Verwendung. Zweiter Aspekt sind Kaffee und Kuchen. Es kommen Selbstgebackenes aus dem Ofen und diverse Kaffeespezialitäten aus der professionellen Maschine auf den Tisch.

Der Gastraum bietet 24 Plätze. Tische, Tresen und Regale sind im Holzdekor gehalten, es handelt sich um spezielle Anfertigungen. Als Hingucker dürfen die Deckenlampen gelten. Die selbst hergestellten Metallstrahler vermitteln den heutzutage wieder modernen Industriecharme. Als Anziehungspunkt könnte sich die zurzeit noch im Entstehen befindliche Sommerterrasse mit weiteren 16 Sitzmöglichkeiten entwickeln, die Südlage eignet sich bestens für Sonnenhungrige. Zudem soll es kulturelle Veranstaltungen geben, etwa Lesungen, Ausstellungen, Filme oder Musik. Demnächst beteiligt man sich an der Fête de la Musique. Betreiber des Cafés ist die gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen „Der Steg“, die seit 1983 ihren Hauptsitz im Bezirk hat. Gründerin Aline Weiß ist Namenspatronin. Am Standort in Alt-Reinickendorf befinden sich auch die Geschäftsstelle sowie weitere Projekte, so eine Fahrradwerkstatt, eine Papiermanufaktur und ein Recyclingbetrieb.

„Wir wollen Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen ein Betätigungsfeld geben, sie wieder für den Arbeitsmarkt qualifizieren“, begründet die Geschäftsführerin Kathrin Freese-Kriesel das Engagement. 20 Beschäftigte werden in dem Café nun eine neue Aufgabe bekommen.

Die Finanzierung des Café-Betriebs kann bis dato als einmalig, gar als wegweisend angesehen werden. 25 Prozent stammen aus Eigenmitteln, weitere 25 Prozent aus dem Landesetat. Den Hauptanteil von 50 Prozent trägt der Europäische Sozialfonds. Das so genannte PEB-Programm (Partnerschaft, Entwicklung, Beschäftigung) fördert Modellprojekte, die zu einer Verbesserung der sozialen Integration und Beschäftigungsfähigkeit von besonders arbeitsmarktfernen Personen auf lokaler Ebene führen. Dr. Dagmar Klein, die Europabeauftragte des Bezirksamtes, hat sich maßgeblich für die Bewilligung der Gelder eingesetzt. „Es ist erstaunlich, was in Reinickendorf alles möglich ist“, zeigt sich der Stadtrat für Wirtschaft, Gesundheit, Integration und Soziales, Uwe Bockhausen, auf der Eröffnungsveranstaltung positiv angetan. ks

Letzte Änderung am Freitag, 05 Mai 2017 08:51

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Meldungen kurz & knapp

Freizeit | Gastronomie | Umland

Folk im Hof der Feuerwache

Hennigsdorf – Am Samstag, 15. Juli, startet ab 18 Uhr die beliebte sommerliche Veranstaltung „Folk im Hof“ im historischen Hof der Alten Feuerwache in der Hauptstraße 4. Eröffnet wird der Abend von „The Broken Jug Ramblers“. Ab 20 Uhr folgt dann „Clover“, die mitreißenden Celtic Folk Rock und irische Balladen spielen. Tickets gibt es zu 11 Euro, ermäßigt 9 Euro in der Stadtinformation Hennigsdorf und an weiteren regionalen Vorverkaufskassen sowie online über www.hennigsdorf.de und www.reservix.de

Ausstellung Bunte Vielfalt

Glienicke – Noch bis zum 30 August sind die Bilder von Erika Ziegert in der Caféteria des Casa-Reha-Seniorenpflegeheims „Angerhof“, Hauptstraße 73, zu sehen. Die Ausstellung, die immer freitags bis sonntags von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet ist, zeigt einen leichten, sommerlichen Mix von Bildern aus dem Stadtraum. Die Aufnahmen wurden nicht am Computer bearbeitet.

Rosi braucht Hilfe

Lübars – Die Pony-Dame Rosi ist an einer Kolik erkrankt, weil ihr Besucher der Alten Fasanerie immer wieder heimlich Futter über den Zaun geworfen haben. Wegen der Erkrankung befindet sie sich nun in tierärztlicher Behandlung. Um die Kosten zu stemmen, ist die Alte Fasanerie auf Spenden angewiesen. Die Kontodaten lauten: Elisabethstift – Berliner Sparkasse, IBAN: DE82 1005 0000 2040 0032 50, SWIFT/BIC: BELADEBEXXX, Verwendungszweck: Spende Rosi Tierarztkosten.

Ferienziel VHS Reinickendorf

Seddiner See – Vom 23. bis 30. Juli können im Garten der Heimvolkshochschule (VHS) am Seddiner See plastisch Arbeiten in Ton hergestellt werden. Bei diesem Wochenkurs wird am Seddiner See übernachtet. Für Schüler hat die VHS in den Sommerferien Englisch- und Deutschunterricht im Angebot. Die Ferienkurse starten am 21. oder 28 August und kosten zwischen 26 und 49 Euro. Weitere Infos unter Tel. (030) 90294 4800 oder www.vhs-reinickendorf.de

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