testadvert (2)

Pilotprojekt „Wohn! Aktiv“

Nachbarschaftliches Miteinander wird in Berlins größter Senioren-WG in der Zobeltitzstraße groß geschrieben. Nachbarschaftliches Miteinander wird in Berlins größter Senioren-WG in der Zobeltitzstraße groß geschrieben. Foto: Gewobag, Harry Schnitger

Reinickendorf – Aus der Küche im Erdgeschoss dringt der Duft von frisch angebratenen Zwiebeln. Topfgeklapper wird unterbrochen von lautem Lachen. Ein paar Mieter haben sich zum gemeinsamen Kochen verabredet. Nebenan im großen Gemeinschaftsbereich hat sich die Radfahrgruppe über eine Brandenburg-Karte gebeugt, um den nächsten Ausflug zu planen. Und im Kaminzimmer denken die Skatspieler konzentriert über ihren nächsten Zug nach. Alltag in Berlins größter Senioren-Wohngemeinschaft in der Zobeltitzstraße 117. Vor gut einem Jahr hat die Gewobag das Pilotprojekt „Wohn! Aktiv“ gestartet – mit 150 Apartments für Menschen „60 Plus“. Zentrale Voraussetzung, um dort einziehen zu können: die Lust auf nachbarschaftliches Miteinander. „Anfangs mussten wir das Konzept erklären“, sagt Gewobag-Sprecherin Gabriele Mittag, „das ging nicht von einem Tag auf den anderen“. Mittlerweile sind alle Apartments belegt. Und Mittag und ihre Kollegen sind überzeugt: „Unser Konzept ist aufgegangen.“ Doch die Gewobag will es nicht bei subjektiven Einschätzungen bewenden, sondern den Erfolg des Wohnprojekts nach objektiven, wissenschaftlichen Kriterien bewerten lassen. Noch in diesem Frühjahr soll „Wohn! Aktiv“ genau unter die Lupe genommen werden. Nicht ohne Grund: Wenn auch das Gutachten zu dem Ergebnis kommt, dass Berlins größte Senioren-WG gut funktioniert, überlegt die Gewobag, es auch auf andere Häuser zu übertragen.

as 0118 160824 t1923 Wohnaktiv HausAußenansichtFoto: Gewobag, Aurelio Schrey,

Mit einem Bestand von 58.000 Wohnungen ist die Gewobag eine der größten Wohnungsgesellschaften Berlins. Mehr als ein Drittel der Mieter sind über 65 Jahre. „Viele in der immer aktiveren älteren Generation sehnen sich nach einem Wohnumfeld, das neben einer barrierearmen Ausstattung einen Lebensstil ermöglicht, der vor späterer Isolation bewahrt“, erläutert Vorstandsmitglied Snezana Michaelis, was die Gewobag zum Pilotprojekt „Wohn! Aktiv“ bewogen hat. „Wir haben gezielt Mieter gesucht, die ihr Leben im Ruhestand aktiv und selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden gestalten möchten, zugleich aber Gleichgesinnte für gemeinsame Aktivitäten suchen“, sagt Sprecherin Mittag.

Die Wohnungen in der Zobeltitzstraße sind mit 27 Quadratmetern nicht gerade groß. Dafür gibt es Gemeinschaftsräume auf allen sechs Etagen, eine Dachterrasse und einen Garten, den die Bewohner zusammen pflegen. Eine Koordinatorin hilft den Mietern zudem dabei, Kontakte mit ihren Nachbarn und Mitbewohnern zu knüpfen. Auch wenn noch offen ist, ob das Pilotprojekt aus Reinickendorf Schule macht: „Der Bedarf an derartigen Seniorenwohnungen sei in jedem Fall da“, sagt Gabriele Mittag. Schließlich habe man sich vor dem Start des Pilotprojekts intensiv mit dem Berliner Wohnungsmarkt beschäftigt. star

Letzte Änderung am Donnerstag, 13 April 2017 12:30

RAZ Schollen Grundschule

Meldungen kurz & knapp

Haus | Immobilien | Garten

Vortrag über Berliner Gartenstädte

Frohnau – Am Donnerstag, 20. Juli, referiert Dr. Friedrich Wolff, wissenschaftlicher Dokumentar und Autor des Buches „Gartenstädte in und um Berlin“ im Centre Bagatelle, Zeltinger Straße 6, über die Entwicklung der Berliner Gartenstädte. Die Gartenstadtbewegung des ausgehenden 19. Jahrhunderts verfolgte sozialreformerische Ziele und auch in und um Berlin zum Bau unterschiedlicher Siedlungen, die diesen Zielen entsprachen. Frohnau stellt ein letztes Glied in der Kette dar und wurde als Villenvorort konzipiert. In einem vergleichenden Überblick werden diese Siedlungen dargestellt und diskutiert. Die Veranstaltung, die im Rahmen der Vortragsreihe des Bürgervereins der Gartenstadt Frohnau zur IGA 2017 stattfindet, beginnt um 19.30 Uhr und ist kostenfrei.  

KundeX