Das Lächeln der Erde

Dank von Stadträtin Katrin Schultze-Berndt Dank von Stadträtin Katrin Schultze-Berndt Foto: du

Frohnau – „Die Blumen sind das Lächeln der Erde“, so poetisch drückte es einer der Redner vor rund 60 mitunter leicht fröstelnden Freiluftgästen am Samstagnachmittag des 22. April auf den Zeltinger Platz aus. Dort prägte indes etwas launisches Aprilwetter die feierlich-offizielle Eröffnung der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Reinickendorfs Norden.

Frohnauer Prominenz, darunter der Bundestagsabgeordnete Dr. Frank Steffel, war gekommen, um den großen Einsatz derjenigen zu loben, die sich tatkräftig für den Ortsteil als Außenstelle der IGA eingesetzt hatten. Aber auch wissenschaftliche Erörterungen flossen ein, wie im Beitrag zur vorbildlichen urbanen Hydrologie des Ortsteils.

Allen Aktiven aus Vereinen und Organisationen dankte Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt – insbesondere Professor Hans-Peter Lühr und dem Frohnauer Bürgerverein für ihr vorausschauendes Engagement, welches als Initialzündung für den Frohnauer IGA-Beitrag gilt. Abschließend lud die Politikerin alle Frohnauer und ihre Gäste ein, die IGA-Idyllen in unmittelbarer Nachbarschaft zu erleben. Als kleinen Planungshelfer dafür stelle sie eine offizielle Frohnau-Karte vor, die mit einer kompakten Programm-Übersicht für die IGA und deren Veranstaltungen im Ortsteil wirbt. Dieser Plan wurde zum Start auf einer Tafel feierlich enthüllt und Handexemplare davon vor Ort verteilt. Seither liegt der Druck in Frohnauer Geschäften aus.

IGAPlan Enthllung20140818 klfweb0140Enthüllung des IGA-Programm-Plans auf dem Zeltinger Platz Foto: du

Mithilfe dieser Karte kann Frohnaus besonderer Charakter im Zusammenwirken von bau- und landschaftlichen Merkmalen erfahren, besser noch, erwandert werden. Hier zeigt sich, wie großzügige Gärten, Hecken, Obstgehölze und Bäume für eine harmonische Einbindung in die ursprünglich waldige Landschaft sorgen. Dafür stehen gut erhaltene Landhäuser der Gründungsphase sowie architektonisch reizvolle Villen der 1920er und 1930er Jahre. Walmdächer, Dachgauben, Ziergiebel, Erker, Fensterläden und Veranden gelten als stilprägend und wollen entdeckt werden. Mit IGA-gemäßen Hintergrundinfos ausgestattet sind jetzt auch Frohnaus Alleen: An insgesamt vier Gartendenkmälern warten Rekonstruktionen auf interessiertes Publikum. Auf den begrünten Mittelstreifen des Sigismundkorsos und der Wiltinger Straße werden gartenstädtebauliche Maßnahmen zusätzlich in unterschiedlichen Stadien präsentiert.

Mehr als einen trockenen Blick wert sind überdies Frohnaus „Blaue Augen“: Mitten in der Stolper Heide haben frühe Planer vor über 100 Jahren 21 Versickerungsteiche angelegt. Sie bilden die Grundlage für ein ebenso naturnahes wie nachhaltiges Entwässerungssystem. Infolge dessen entstanden artenreiche und hübsch anzuschauende Biotope direkt in der Nachbarschaft.

Das gesamte Frohnauer IGA-Programm erstreckt sich über ein halbes Jahr. So lässt sich bis Anfang Herbst das „Lächeln der Erde“ vor Ort und mit fachkundiger Führung entdecken. Die Infos lassen sich auch unter www.frohnauer-buergerverein.com/iga-2017 auf der Website des Bürgervereins abrufen. du

Letzte Änderung am Mittwoch, 10 Mai 2017 10:55

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Meldungen kurz & knapp

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Veranstaltungen des Kulturhauses Centre Bagatelle

Frohnau – Anlässlich der IGA 2017 wird es am 17. August um 19.30 Uhr einen kostenlosen Vortrag von Dr. Barbara Jäckel, stellvertretende Leiterin des Pflanzenschutzamtes Berlin, im Kulturhaus Centre Bagatelle, Zeltinger Straße 6, geben. Am Sonntag, 27. August, wird das Berliner Barock-Ensemble um 11 Uhr auf historischen Instrumenten unter der Leitung von Vera Petry Werke von Arcangelo Corelli spielen. Der Eintritt für das Konzert beträgt 10 Euro. Im Anschluss sind von 14 bis 18 Uhr Gartenbesichtigungen in folgenden Frohnauer Gärten möglich: Staudengärten von Gisela und Johannes Neumann in der Ortwinstraße 1-3, Staudengarten von Sybille Voormann Alemannenstraße 74.

Turnhallen-Sanierung

Wittenau – Die vom für Oberstufenzentren zuständigen Senat in Auftrag gegebenen Sanierungsarbeiten in der Turnhalle der Cyclopstraße werden nicht bis zum Ende der Sommerferien fertig, sondern noch bis Ende 2017 andauern. Das geht aus der Antwort einer schriftlichen Anfrage des Wittenauer Abgeordneten Tim-Christopher Zeelen hervor.

Zukunft der Montessori-Schule

Heiligensee – Die Montessori-Schule kann bis zum Sommer 2018 am Stolpmünder Weg untergebracht werden. Weiterhin offen ist der anschließende Einzug in das ehemalige Collège Voltaire in der Cíté Foch, in dem noch Flüchtlinge untergebracht sind. „Gemeinsam mit der Senatsfinanzverwaltung muss endlich auf die Berliner Immobilienmanagement GmbH eingewirkt werden, damit eine wirtschaftlich vertretbare Lösung für den bereits vor Jahren versprochenen Einzug der Montessori-Schule in das ehemalige Collège Voltaire gefunden wird“, erklärt der Wittenauer Bezirksverordnete Björn Wohlert. Die Montessori-Stiftung sucht erneut das Gespräch mit der BIM, um die Berechnungsgrundlage und die Höhe des Erbbauzinses neu zu verhandeln, damit eine wirtschaftliche Grundlage für Investitionen in den neuen Standort erarbeitet werden kann.

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