Maibaum ziert die Rathauswiese

Der Maibaum schmückt noch bis Ende Mai das Rathaus. Der Maibaum schmückt noch bis Ende Mai das Rathaus. Foto: BA Reinickendorf

Wittenau – Er ist acht Meter hoch, weiß gestrichen und mit den Wappen aller Ortsteile geschmückt: Der Maibaum ziert auch in diesem Jahr wieder die Wiese vor dem Reinickendorfer Rathaus.

„Seit dem Jahr 1988 pflegen wir in Reinickendorf die Tradition des Aufstellens eines Maibaums auf der Rathauswiese. Begonnen hat diese Tradition, als der Bezirk anlässlich der Unterzeichnung der Städtepartnerschaft mit der Stadt Bad Steben in Bayern einen Maibaum geschenkt bekam“, erklärt Bezirksbürgermeister Frank Balzer.

Die Ursprünge des Maibaumbrauchtums sind nicht geklärt beziehungsweise umstritten. Häufig werden germanische Riten genannt. Die Germanen verehrten Waldgottheiten, denen sie in verschiedenen Baumriten huldigten. Sogar Menhire, Obelisken bis hin zum schamanischen Symbolen im eurasischen und amerikanischen Raum werden als Kultpfähle im Zusammenhang mit Maibäumen betrachtet. Eine durchgängige Tradition zu den heutigen Maibäumen lässt sich jedoch nicht herstellen, wird von einigen Volkskundlern sogar bestritten. In diesem Zusammenhang sollten jedoch Einflüsse der Christianisierung betrachtet werden, die heidnische Sitten unterdrückte und oftmals sogar bestrafte, dem schloss sich mancherorts auch die weltliche Obrigkeit an. Hierauf könnte auch eine wahrscheinliche weitere Unterbrechung der wieder eingeführten Tradition im frühen Mittelalter zurückzuführen sein. Erst im Jahr 1224 wird in Aachen wieder ein Maibaumaufstellen dokumentiert. In seiner heutigen hohen Form mit belassener grüner Spitze und geschmückt mit einem Kranz ist der Maibaum seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Rund um den Maibaum hat sich im Laufe der Zeit allerdings sehr viel lokales Brauchtum entwickelt, das sich vielfach sogar von Ort zu Ort erheblich unterscheidet. fle

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Veranstaltungen des Kulturhauses Centre Bagatelle

Frohnau – Anlässlich der IGA 2017 wird es am 17. August um 19.30 Uhr einen kostenlosen Vortrag von Dr. Barbara Jäckel, stellvertretende Leiterin des Pflanzenschutzamtes Berlin, im Kulturhaus Centre Bagatelle, Zeltinger Straße 6, geben. Am Sonntag, 27. August, wird das Berliner Barock-Ensemble um 11 Uhr auf historischen Instrumenten unter der Leitung von Vera Petry Werke von Arcangelo Corelli spielen. Der Eintritt für das Konzert beträgt 10 Euro. Im Anschluss sind von 14 bis 18 Uhr Gartenbesichtigungen in folgenden Frohnauer Gärten möglich: Staudengärten von Gisela und Johannes Neumann in der Ortwinstraße 1-3, Staudengarten von Sybille Voormann Alemannenstraße 74.

Turnhallen-Sanierung

Wittenau – Die vom für Oberstufenzentren zuständigen Senat in Auftrag gegebenen Sanierungsarbeiten in der Turnhalle der Cyclopstraße werden nicht bis zum Ende der Sommerferien fertig, sondern noch bis Ende 2017 andauern. Das geht aus der Antwort einer schriftlichen Anfrage des Wittenauer Abgeordneten Tim-Christopher Zeelen hervor.

Zukunft der Montessori-Schule

Heiligensee – Die Montessori-Schule kann bis zum Sommer 2018 am Stolpmünder Weg untergebracht werden. Weiterhin offen ist der anschließende Einzug in das ehemalige Collège Voltaire in der Cíté Foch, in dem noch Flüchtlinge untergebracht sind. „Gemeinsam mit der Senatsfinanzverwaltung muss endlich auf die Berliner Immobilienmanagement GmbH eingewirkt werden, damit eine wirtschaftlich vertretbare Lösung für den bereits vor Jahren versprochenen Einzug der Montessori-Schule in das ehemalige Collège Voltaire gefunden wird“, erklärt der Wittenauer Bezirksverordnete Björn Wohlert. Die Montessori-Stiftung sucht erneut das Gespräch mit der BIM, um die Berechnungsgrundlage und die Höhe des Erbbauzinses neu zu verhandeln, damit eine wirtschaftliche Grundlage für Investitionen in den neuen Standort erarbeitet werden kann.

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