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Zankapfel Miete

Berliner müssen für Mietwohnungen noch tiefer in die Tasche greifen. Berliner müssen für Mietwohnungen noch tiefer in die Tasche greifen. Foto: Andreas Hermsdorf_pixelio.de

Bezirk – Um 9,4 Prozent auf 6,39 Euro pro Quadratmeter ist die durchschnittliche Miete im Vergleich zu 2015 gestiegen, wie aus dem nun präsentierten Mietspiegel 2017 ersichtlich wurde.
Weder Mieter- noch Vermieterverbände sind mit dieser Kernaussage zufrieden, während die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, auf die weit höheren Steigerungen in anderen Städten wie München und Hamburg verweist. Zwei der beteiligten Vermieterverbände haben ihre Anerkennung als „qualifizierten“ Mietspiegel verweigert, denn nur 75 Prozent der erhobenen Daten seien tatsächlich in die Berechnung eingeflossen.

Dennoch fundiere dieser Mietspiegel mit 12.700 ausgewerteten Mietverhältnissen deutschlandweit auf den meisten Daten, erklärte Dr. Michael Klar von der F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH, die den Mietspiegel erstellt hat. Vor allem kleine (bis 40 Quadratmeter) und große (ab 90 Quadratmeter) Altbauwohnungen mit Baujahr bis 1918 sind teurer geworden.

Mietervereinigungen monieren vor allem die weite Spanne um den Mittelwert, die den Raum zukünftiger Mieterhöhungen bestimme.

Dennoch bleibt der Neubau frei finanzierter Mietwohnungen offenbar unattraktiv – bei kleinen und mittleren Wohnungen klaffen ab dem Baujahr 1991 bereits große Lücken in der Mietspiegeltabelle, denn hier konnten nicht einmal zehn passende Neuvertragsabschlüsse in den letzten vier Jahren gefunden werden. Der neue Mietspiegel ist unter www.berlin.de/mietspiegel einzusehen. mvo

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Meldungen kurz & knapp

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Vortrag über Berliner Gartenstädte

Frohnau – Am Donnerstag, 20. Juli, referiert Dr. Friedrich Wolff, wissenschaftlicher Dokumentar und Autor des Buches „Gartenstädte in und um Berlin“ im Centre Bagatelle, Zeltinger Straße 6, über die Entwicklung der Berliner Gartenstädte. Die Gartenstadtbewegung des ausgehenden 19. Jahrhunderts verfolgte sozialreformerische Ziele und auch in und um Berlin zum Bau unterschiedlicher Siedlungen, die diesen Zielen entsprachen. Frohnau stellt ein letztes Glied in der Kette dar und wurde als Villenvorort konzipiert. In einem vergleichenden Überblick werden diese Siedlungen dargestellt und diskutiert. Die Veranstaltung, die im Rahmen der Vortragsreihe des Bürgervereins der Gartenstadt Frohnau zur IGA 2017 stattfindet, beginnt um 19.30 Uhr und ist kostenfrei.  

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