Auf den Spuren der Humboldts

Eingerahmt von den beiden Fachlehrern für Geschichte freuen sich Dr. Jörg Kayser, Tim-Christopher Zeelen, Samuel Märkt, Katrin Schultze-Berndt und Moritz Schlegel (v. l.) über den gelungenen „Kick-Off“ des Projektes. Eingerahmt von den beiden Fachlehrern für Geschichte freuen sich Dr. Jörg Kayser, Tim-Christopher Zeelen, Samuel Märkt, Katrin Schultze-Berndt und Moritz Schlegel (v. l.) über den gelungenen „Kick-Off“ des Projektes. Foto: mvo

Bezirk – „Weimar hat Goethe und Schiller, und Reinickendorf hat die Humboldt-Brüder – aber was machen wir daraus?“ Diese Frage stellten sich Schüler des Leistungskurses Geschichte und der Klasse 8b am Humboldt-Gymnasium in Tegel. Sie wollen in den kommenden zwei Jahren den Humboldt-Parcours realisieren. Ihr Ziel ist es, rechtzeitig zum 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt zum Mai 2019 fertig zu werden und so den berühmten Reinickendorfern auch öffentlich mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

In der Humboldt-Bibliothek in Tegel stellten sie am 3. Mai zusammen mit dem Reinickendorfer Abgeordneten Tim-Christopher Zeelen, dem Schulleiter Dr. Jörg Kayser und der Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt ihre Ideen für den Parcours vor. Moritz Schlegel und Samuel Märkt präsentierten erste mögliche Standorte für die Schautafeln, die mit QR-Codes auf interaktive Angebote verweisen sollen. Audiodateien und ein im bekannten „Quizduell“-Format angelegtes Ratespiel soll in zwei Versionen Erwachsene und Kinder zum Mitmachen anregen.

Erste technische Unterstützung für die Umsetzung lieferte der Leistungskurs Informatik der Schule. Natürlich soll eine Tafel „Schloß Langeweile“ zieren, den bekannten Wohnsitz der Familie, das diese flapsige Bezeichnung von Alexander von Humboldt erhalten hatte. Damals war Tegel ein verschlafenes Örtchen vor den Toren Berlins und bot den später so umtriebigen Brüdern nicht viel Abwechslung.

Über das alte Tegel soll eine weitere Informationstafel an der Meilensäule in der Nähe des Schlossparks informieren. An der Humboldt-Bibliothek sollen Zitate und Schriften der Brüder im Mittelpunkt stehen, während das Gabriele-von-Bülow-Gymnasium sich anbietet, um über die Frauen in der Familie der Von Humboldt zu erzählen. Schließlich handelt es sich bei der Namensgeberin um eine Tochter Wilhelm von Humboldts. Sechs Stationen sind angedacht und weitere möglich – doch noch sind viele Fragen zu klären, unter anderem, auf welchen Servern die interaktiven Angebote liegen sollen und wer die Kosten für die Tafeln und den technischen Betrieb tragen wird. Hier hoffen die Schüler auf Unterstützung lokaler Unternehmer, die von geschichtsinteressierten Besucherströmen profitierten – denn vielleicht, so hofft Tim-Christopher Zeelen, wird der „Humboldt-Parcours“ Eingang in die Berliner Reiseführer finden und jene nach Reinickendorf locken, die mit etwas mehr Zeit und Muße Berlin entdecken wollen. Das Projekt-Team freut sich über Ideen und Unterstützer und ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. mvo

Letzte Änderung am Freitag, 12 Mai 2017 12:02

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Meldungen kurz & knapp

Kunst | Kultur | Kreatives

Aquarelle im Café Züri

Märkisches Viertel – Regina Mart stellt bis zum 30. Juli im Café Züri, Senftenberger Ring 51, ihre Tier-Aquarelle aus. Das Café ist montags, mittwochs, donnerstags sowie freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags sowie sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

Maulbeerplantagen in Tegel

Tegel – Alexander Georg von Humboldt, der Vater der berühmten Humboldt-Brüder, nahm sich in Tegel der Maulbeerplantage an und führte diese zu wirtschaftlicher Blüte. Der Schriftsteller Meinhard Schröder widmet sich am 17. Juni um 11 Uhr bei einer Führung durch den Schlossgarten Tegel diesem Thema. Treffpunkt ist die Auffahrt zum Schloss, gegenüber dem Parkplatz, in der Gabrielenstraße. Der Eintritt ist frei.

Führung durch Ausstellung

Hermsdorf – Das Museum Reinickendorf, Alt-Hermsdorf 35, ist in der alten Dorfschule Hermsdorf untergebracht und stellt in seinen Räumlichkeiten Gegenstände und Kunstwerke aus, die sich mit der Geschichte Reinickendorfs auseinandersetzen. Am 18. Juni findet hier um 15.30 Uhr eine Führung durch die ständige Ausstellung statt. Eintritt frei, Infos unter Tel. (030) 4044 062 oder www.museum-reinickendorf.de

Die Heilkraft des Singens

Lübars – Ein Singworkshop für die Gesundheit und ein abendliches Konzert stehen am 24. Juni auf dem Programm des Labsaal Lübars, Alt-Lübars 8. Von 10 bis 16 Uhr leiten Wolfgang und Katharina Bossinger den Workshop, bei dem leicht zu erlernende Lieder gesungen und einfache Kreistänze geübt werden. Anmeldung unter Tel. 0160-753 4466 oder an info@singtogether.de, Teilnahme 15 Euro (10 ermäßigt). Am Abend folgt um 19 Uhr ein Konzert, bei dem Katharina Bossinger, begleitet von der Pianistin Kristina Stary, Lieder und Balladen vorträgt.

Bild-Musik-Präsentation

Hermsdorf – Auf ein besonderes Projekt trifft man am 11. Juni im Café der Galerie Aagaard: Eine Kombination aus an die Wand projezierten Bildern der Kunstmalerin Christine Flieger und eigens dafür komponierter Musik von Burkhard Enke. Die Aufführung findet um 15 Uhr im Aagaard Galerie Café im Auenhof, Alt-Hermsdorf 11, statt. Der Eintritt ist frei.

Kanaldeckel in Bild und Ton

Hennigsdorf – Unter dem Titel „Kanaldeckel in Bild und Ton“ werden noch bis zum 13. Juli im Bürgerhaus „Alte Feuerwache“, Hauptstraße 4, Werke von Petra Radlmaier-Brenneisen ausgestellt. Die Künstlerin hat weltweit Kanaldeckel fotografiert und diese in Ton nachgeformt. Die Ausstellung ist jeweils mittwochs von 10 bis 16 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr sowie am 18. Juni und 2. Juli von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Pettersson und Findus  im Theaterzelt

Tegel – Im Theaterzelt am Borsigturm 21 können kleine und größere Kinder noch bis zum 25. Juni im Theaterzelt „Pettersson und Findus – kleiner Quälgeist, große Freundschaft“ erleben. Das Kinder- und Musicaltheater Giessen zeigt in einer Neuinszenierung zwei Episoden der Kinderbuchbestseller von Sven Nordqvist. Von tollen Schauspielern in wunderschöner Kulisse gespielt, erleben die Zuschauer eine lustige und turbulente Geschichte. Start ist jeweils mittwochs, donnerstags und freitags um 17 Uhr, samstags um 15 Uhr und sonntags um 11 und 15 Uhr. Tickets können unter der Telefonnummer 0 15 20-77 95 44 5 oder unter www.kimugi.de vorbestellt werden, sind aber auch direkt an der Tageskasse erhältlich.