Vier Taschen in einer

Stascha Hirte im Laden Trendzone mit ihren Taschen. Stascha Hirte im Laden Trendzone mit ihren Taschen. Foto: at

Tegel/Konradshöhe – Zu jedem Outfit die passende Tasche tragen, nicht immer einfach, wenn man nicht auf einen riesigen Fundus zurückgreifen kann. Wie man schnell variieren kann und dennoch nicht auf praktische Details verzichten musste, beschäftigte Stascha Hirte schon länger. Aber es musste erst der richtige Zeitpunkt kommen, bevor die gebürtige Reinickendorferin ihre Idee in eine tragbare Tasche umsetzen konnte.

Die quirlige Frau aus Tegelort lernte erst einmal Raumausstatterin und schwenkte dann später auf Reiseverkehrsfrau um. 15 Jahre arbeitete sie bei einem Reiseveranstalter am Flughafen Tegel im Schichtdienst. Als 2012 Tegel wegen der Eröffnung von Schönefeld geschlossen werden sollte und damit auch ihr Arbeitsplatz zur Disposition stand, war für Stascha Hirte der Moment gekommen, etwas Neues zu wagen und endlich ihre alte Taschen-idee weiterzuverfolgen. Sie brachte sich das Schneidern bei, probierte auf ihrer Nähmaschine etliche Variationen aus und entwickelte so ihr ganz spezielles Wendekonzept, das sie sich auch patentieren ließ. Denn ihre Schultertaschen lassen sich durch vierfaches Aus- und Umklappen komplett im Design verändern.

Der Name Cotaschi ist bei einem gemütlichen Abend mit einer Freundin entstanden, als deren Vorname (Conny) und ihrer (Stascha) zu einem eingängigen Label verschmolzen sind. Die Stoffe für die Taschen stammen allesamt von Berliner Händlern. Die Ideen für die verschiedenen Muster und Designs holt sie sich aus ihrem Alltag, manchmal verwendet sie auch alte Jeans oder andere Kleidungsstücke. Die Taschen im praktischen Handtaschenformat gibt es in Leder oder Lederimitat, gerade letztere kommen vor allem bei Veganern gut an. Pro Tasche braucht sie etwa drei bis vier Stunden.

Gefertigt werden die Cotaschis per Hand in ihrer Kellerschneiderei in Tegelort. Im Ortsteil lebt sie seit ihrer Geburt, dort hatte schon ihr Großvater ein Kolonialwarengeschäft, und hier gehen ihre Kinder mittlerweile in die Schule, die sie früher besucht hat. Ans Wegziehen hat sie nie gedacht: „So viel Natur, Wald und Wasser vor der Haustür und trotzdem in Berlin sein – warum sollte ich das aufgeben?“ Selbst in Zeiten, in denen sie öfter abends in der City unterwegs war, konnten sie die sieben Kilometer durch den Tegeler Forst nicht abschrecken. Es gab und gibt ja den Bus und mit dem ist man schnell in Alt-Tegel.

Um ihre Cotaschis an die Frau oder den Mann zu bringen, muss sie allerdings schon mal Tegelort verlassen.Die ersten Taschen verkaufte sie auf Kunsthandwerkermärkten. Dann kamen Weihnachtsmärkte dazu. Später mietete sie sich ins Kreativkaufhaus Vielfach in Mitte und ins Kaufhaus Jandorf am Weinberg ein. Aktuell kann man ihre Taschen auch beim Kreativmarkt in der Arminiusmarkthalle bewundern. Dass sie keinen festen Verkaufsraum hatte, beschloss sie vor einem guten Jahr, wenigstens einen virtuellen Laden zu eröffnen und launchte ihren Onlineshop (www.cotaschi.com). Hier gibt es nicht nur die Cotaschis in allen Variationen, sondern auch ihre neueste Kreation: die Kellerkinder. Die kleinen Taschen kann man an der Gürtelschlaufe, an der Schulter und einfach an der Hüfte tragen. Sie sind für alle gedacht, die nur das Nötigste mitnehmen wollen. 

Wer sich vor dem Kauf noch einmal persönlich von der Haptik und dem speziellen Wendekonzept der Cotaschis oder Kellerkinder überzeugen will, hat auch im Bezirk Reinickendorf zwei Möglichkeiten. Fast um die Ecke der Kellerschneiderei sind Stascha Hirtes Taschen in der Eagle Lodge in Tegelort zu erwerben. Als spezielle Berlin-Edition mit berlintypischen Motiven kann man die Kellerkinder dort an der Hotelrezeption kaufen. Seit Kurzem bietet Stascha Hirte ihre Taschen auch im Jeans-Store Trendzone in der Grußdorfstraße 11 an. Dort gibt es nicht nur die Cotaschis direkt an der Kasse, sondern auch ihre Kellerkinder. at

Letzte Änderung am Dienstag, 20 Dezember 2016 13:43

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Meldungen kurz & knapp

Politik | Wirtschaft | Recht

Tages-Tour durchs politische Berlin

Reinickendorf/Bezirk – Den Bundestag von innen sehen, im Plenarsaal interessanten Vorträgen zuhören, Berlin von der Reichstags-Kuppel aus betrachten – das alles macht der Bundestagsabgeordnete Frank Steffel für die Reinickendorfer möglich. Am 7. September wird Politik hautnah bei einem Vortrag im Reichstag und einem Besuch des Bundeskanzleramtes und des Bundesrates erlebt. Anmeldung unter Tel. (030) 227 72 500 oder per E-Mail an frank.steffel@bundestag. de bis spätestens 12. August. Die Plätze sind begrenzt.

CDU-Vertreter vor Ort

Reinickendorf – Der Bezirksverordnete Harald Muschner und das Team der CDU Reinickendorf-West stehen am 19. August von 10 bis 13 Uhr den Themen und Fragen von Bürgern Rede und Antwort. Die Aktion findet vor dem Einkaufszentrum „Der Clou“ direkt am Kurt-Schumacher-Platz statt.

SPD: Sorge um Zukunft des Projektmittelfonds Schule

Reinickendorf – Der Projektmittelfonds Schule wird für die nächsten zwei Jahre aufgelöst und die Mittel an den allgemeinen Schuletat zurückgeführt. Dabei würden die 20.000 Euro gute Verwendung finden, zum Beispiel für die Finanzierung von Instrumenten für Schulbands oder Projekttage. Doch für die Vergabe des Fonds, der vor fünf Jahren von der Bezirksverordnetenversammlung eingeführt wurde, hat die Ausschreibung diesmal sehr spät begonnen: „Laut Stadtrat Dollase habe es in diesem Jahr nur sehr wenige Bewerber für Gelder des Projektmittelfonds gegeben“, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD-Fraktion, die aufgrund des veränderten Zeitplans über die geringe Beteiligung nicht überrascht ist. Der Fraktionsvorsitzende Marco Käber befürchtet nun, dass das Geld im allgemeinen Schuletat „verkleckern“ wird.

Julius-Leber-Kaserne von innen

Reinickendorf/Wedding – Der Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen und Brigadegeneral Andreas Henne laden interessierte Reinickendorfer am Nachmittag des 18. September zu einer Besichtigung der Julius-Leber-Kaserne am Kurt-Schumacher-Damm und einem anschließenden Gespräch ein. Die Besucher erfahren bei diesem Termin, wie der Alltag in einer Kaserne aussieht und wo die Arbeitsschwerpunkte insbesondere in der Julius-Leber- Kaserne, der größten Kaserne Berlins, liegen. Schließlich gehört die Bundeswehr zu den wichtigsten Arbeitgebern Deutschlands, und ihre Aufgaben reichen von der Katastrophenhilfe über Auslandseinsätze bis zur Förderung von Spitzensportlern. Interessierte können sich mit Namen, Adresse, Telefonnummer und Geburtsdatum unter kontakt@tim-zeelen.de oder telefonisch unter (030) 2325 2838 bis zum 4. September anmelden. Die Plätze sind begrenzt. Weitere Informationen gibt es nach der Anmeldung.

Bürgersprechstunden Bettina König

Reinickendorf – Für Reinickendorfer, die gerne mit SPD-Politikern reden, bietet die Abgeordnete Bettina König wieder drei Termine in ihrem Wahlkreisbüro, Amendestraße 104, an. Am 14. August wird sie von 17 bis 18 Uhr zusammen mit Angela Budweg, Fachsprecherin der SPD-Fraktion Reinickendorf für Stadtplanung, -entwicklung, Denkmalschutz und Umwelt, vor Ort sein. Am 28. August ist der Schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Reinickendorf, Stefan Valentin, von 17 bis 18 Uhr in Bettina Königs Bürgersprechstunde zu Gast. Außerdem wird am 30. August Oxana Rimmer bei einer Mieterberatung von 16.30 bis 17.30 Uhr im Wahlkreisbüro vorbeikommen.

Kanarienvogel in Tegel zugeflogen

Tegel – Verwaltungsberufe sind langweilig? Das ist ein Vorurteil, das sich festgesetzt hat. Dass das nicht der Fall ist, beweist ein Ereignis, über das die RAZ von einer Mitarbeiterin aus dem Büro der Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt informiert wurde. Das Büro bekam nämlich unerwarteten Besuch: Am 1. August saß gegen 10 Uhr ein Kanarienvogel auf dem Fensterbrett, 8. Stock, Tegel-Center. Neugierig erkundete er seine neue Umgebung, nahm das ihm angebotene Essen und Trinken an. Zum Nachmittag hatten die Mitarbeiter dann einen Käfig organisiert, in dem er sich schnell wohl fühlte. Seitdem bekommt er regelmäßig Ausflug im Büro, außerdem gehört Baden zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Wer seinen Kanarienvogel vermisst, kann sich bei Simone Zimmer unter Tel. (030) 90294-2232 oder an simone.zimmer@reinickendorf. berlin.de melden.

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