Papa nimmt sich ganz viel Zeit

Trainer Lucas vermittelt in dem Vater-Kind-Kurs vor allem eins: Freude an der gemeinsamen Bewegung. Trainer Lucas vermittelt in dem Vater-Kind-Kurs vor allem eins: Freude an der gemeinsamen Bewegung. Foto: Tietzia

Borsigwalde – In der Turnhalle des Kinder-, Jugend- und Familienzentrums Tietzia, Tietzstraße 12, finden viele verschiedene Angebote für Familien statt. Eines davon sticht durch eine Besonderheit hervor: Jeden Mittwoch in der Zeit von 17 bis 18.30 Uhr wird hier nämlich zugunsten des Vater-Kind-Turnens eine mütterfreie Zone eingerichtet. Angeleitet von Trainer Lucas Nayeri, kommen in dieser Zeit ausschließlich Väter mit ihren Kindern zusammen, um miteinander Sport zu treiben.

Was genau sie dann tun, entscheiden die Familien selbstständig. Gemeinsam mit Lucas überlegen sie jede Woche, worauf sie Lust haben, und bauen sich dann einen Parcours aus diversen Sport- und Spielelementen auf. Die Ausstattung der Turnhalle ist umfangreich, Abwechslung ist also garantiert. Dennoch gibt es die Publikumslieblinge, die immer wieder vorgeschlagen werden, zum Beispiel die Pinguinrutsche oder das gemeinsam erfundene Drachenspiel.

Doch es gibt auch mal Stunden, in denen nur Fußball gespielt wird oder die Kinder den begehrten Rollbrettführerschein machen können. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Spaß, den die Kinder mit ihren Papas in dieser exklusiven Zeit haben.

Volker, der Vater von Jonas, sagt dazu: „Wir kommen schon seit sechs Jahren in die Tietzia und haben viele Angebote genutzt, auch zusammen mit meiner Frau. Aber das hier ist nun etwas ganz Besonderes für mich und meinen Sohn. Wir wissen, wir haben einmal in der Woche einen festen Termin miteinander. Da konzentriere ich mich eineinhalb Stunden lang wirklich nur auf ihn. Dafür habe ich extra mit meinem Chef abgemacht, dass ich früher Feierabend machen kann.“ Es geht hier also nicht nur, sondern eher auch um Sport.

Die Väter bauen mit auf, beschäftigen sich mit ihren Kindern und wenn sie erschöpft sind, ist ja noch Lucas da, der dann auch mal den Badmintonschläger übernimmt. „Ich finde unsere Väter ziemlich cool. Sie sind für mich alle gestandene Männer, von denen ich selbst noch einiges lernen kann“, erklärt der 24-jährige Psychologiestudent. Er unterhält sich mit den Vätern, tobt mit den Kindern, erklärt, hilft, gibt Anregungen. Es macht ihm großen Spaß mit seiner Gruppe, das merkt man Lucas an.

Und gibt es einen Unterschied zu einer Sportgruppe, an der auch Mütter teilnehmen? Uwe Groth, der Leiter der Tietzia, ist davon überzeugt: „Die Stimmung ist einfach anders hier. Ich will gar nicht bewerten, ob besser oder schlechter, einfach anders.“

Der siebenjährige Finn wagt sogar folgendes Urteil: „Papa schimpft nicht so schnell, weil er sich nicht so viele Sorgen macht, dass was passieren könnte.“ Auch sein Vater Axel stimmt ihm da zu. Und genau das ist das Ziel der Gruppe: entspanntes Spielen. Weitere Infos dazu gibt es unter www.tietzia-berlin.de sd

Letzte Änderung am Donnerstag, 08 Dezember 2016 10:15

RAZ Schollen Grundschule

Meldungen kurz & knapp

Soziales | Senioren | Kirche

Integrationsprojekt läuft weiter

Reinickendorf – Gute nachbarschaftliche Beziehungen, ein friedliches Zusammenleben im Kiez und respektvolles Miteinander – auch die zweite Maleraktion des Integrationsprojekts „Zwischen Himmel und Erde“ ist nun erfolgreich abgeschlossen. Flüchtlinge haben in gemeinsamer Arbeit mit Freiwilligen aus der Baptistengemeinde Schulräume in der Reginhardt-Grundschule gestrichen. Von Mitte Mai bis Anfang Juni verschönerten sie so das Souterrain der Schule. Insgesamt sechs Räume und ein Flur erhielten neue Farbe. In den Sommerferien plant das Projektteam, eine weitere Schule im Märkischen Viertel zu renovieren. Das Projekt wird unter anderem aus Mitteln des Masterplans Integration und Sicherheit des Berliner Senats gefördert.

PC-Raum neu gestaltet

Lübars – Mit der Unterstützung des Bezirksamtes sowie ehrenamtlich Engagierter wurde der PC-Raum des Senioren-Freizeitclubs Lübars neu gestaltet. Dafür wurden neun Computer neu verkabelt, die Software auf den modernsten Stand gebracht und Vor­aussetzungen für ein serverbasiertes Netzwerk geschaffen. „Wir haben unsere eigene Cloud“, sagte Rolf Antkowiak, der zweimal wöchentlich im Club ehrenamtlich als Administrator wirkt.

10. Kiezfest Tegel-Süd

Tegel – „Tegel Süd tut gut“ – unter diesem Motto findet am 8. Juli das 10. Kiezfest Tegel-Süd statt. Von 13 bis 18 Uhr wird in der Sterkrader Straße ein Bühnenprogramm geboten, bei dem sich die unterschiedlichsten Menschen und Einrichtungen präsentieren – dabei sind auch die Havel-Müller-Grundschule, die Tageszentren Tegel-Süd sowie das metronom.

Öffnungszeiten Ehrenamtsbüro

Wittenau – Das Ehrenamtsbüro im Rathaus Reinickendorf, Eichborndamm 215, Raum 26, hat montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 12 Uhr sowie dienstags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Hier können sich Ehrenamtsinteressierte über die verschiedenen Möglichkeiten informieren, wie man sich im Bezirk engagieren kann. Außerdem können Reinickendorfer die Mitarbeiter unter Tel. (030) 90294-5108 und ehrenamtsbuero@web.de erreichen.

Chorkonzert, Bläserklänge und Offenes Singen

Tegel – Am 9. Juli erwarten Konzertbesucher um 16 Uhr in der Dorfkirche Alt-Tegel festliche Klänge für Chor, Bläser, Orgel und mitsingende Konzertbesucher. Die Kantorei und das Bläserensemble Tegel treten unter der Leitung von Heidemarie und Markus Fritz auf. Im Anschluss laden Pfarrer und Kirchenmusiker aus Reinickendorf im Rahmen der Reihe „Selber Singen“ zu einem Offenen Singen ein. Es findet ab zirka 17 Uhr am Tegeler See statt. Treffpunkt ist die rote Telefonzelle an der Greenwichpromenade. Mitwirken werden unter anderem Bläser und Chöre des Kirchenkreises Reinickendorf unter der Leitung von Kreisposaunenwartin Sabine Schmidt und Kreiskantor Jörg Walter. Die Moderation übernimmt Pfarrerin Ute Sauerbrey.

Kiezfest Rund um die Auguste

Reinickendorf – Bereits zum 17. Mal findet am 8. Juli das Kiez-Fest „Rund um die Auguste“ statt, bei dem von 14 bis 18 Uhr auf dem Gelände hinter der Segenskirche, Auguste-Viktoria-Allee 17, ein von Kindern und Jugendlichen gestaltetes Bühnenprogramm, ein Graffiti-Workshop, Torwandschießen und vieles mehr geboten wird.

Stadtteilspaziergang in Alt-Wittenau

Wittenau – Spannende Geschichten über Alt-Wittenau können Groß und Klein beim Stadtteilspaziergang am Montag, 3. Juli, hören. Kulturwissenschaftlerin Jana Ritter wird von 16 bis 17 Uhr die Geschichte des Kiezes erlebbar machen. Wer mitspazieren möchte, kommt zur Evangelischen Familienbildungsstätte in den Spießweg 7-9. Um eine Anmeldung im Büro, Alt-Wittenau 73, Tel. (030) 81 46 49 47 oder 0176-43 25 04 18 wird gebeten. Die Kosten betragen vier Euro.

Besuch der Medina-Moschee

Märkisches Viertel – Die Apostel-Johannes-Gemeinde lädt am 7. Juli Interessierte um 13 Uhr dazu ein, die neue Medina-Moschee, Finsterwalder Straße 4, zu besuchen und das Freitagsgebet auf Türkisch und Deutsch zu erleben. Anschließend können Fragen gestellt werden, und außerdem wird das neue islamische Kulturhaus erläutert. Anmeldung bei Dirk Stratmann unter Tel. (030) 4000 9666 oder per E-Mail an stratmann-berlin@t-online.de