Ein Stein fiel vom Giebel

Die Königin-Luise-Kirche während ihrer umfangreichen Sanierung. Die Königin-Luise-Kirche während ihrer umfangreichen Sanierung. Foto: W. Nieschalk

Waidmannslust – Am einhundert Jahre alten Wahrzeichen von Waidmannslust, der Königin-Luise-Kirche, nagt der Zahn der Zeit. Damit das Baudenkmal als Gotteshaus, als Tauf- und Hochzeitskirche, als Konzertsaal und Raum für Theater- und Vortragsveranstaltungen erhalten bleibt, machte sich der Förderverein der Königin-Luise-Kirche Waidmannslust e. V. für die Sanierung des Baudenkmals stark. Er stemmte eine Anschubfinanzierung in Höhe von 80.000 Euro und damit konnten im Frühjahr 2016 die Sanierungsarbeiten am Dach und dem Giebel beginnen und sind nun abgeschlossen. Aus diesem Anlass findet am Sonntag, 29. Januar, 17 Uhr, in der Kirche ein Benefiz-Klavierkonzert statt. Der Tegeler Dermatologe Dr. Martin Miehe und der Politiker Stephan Hilsberg spielen Werke von Franz Schubert, Max Reger und anderen. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten. Denn die Sanierung der denkmalgeschützten Kirche ist noch nicht abgeschlossen: Der 42 Meter hohe Turm bedarf ebenfalls einer Reparatur.

Wolfgang Nieschalk vom Förderverein: „Eigentlich war die Sanierung des Turms im ersten Bauabschnitt mit eingeplant. Doch dann fiel Anfang 2016 ein Stein vom Giebel mitten vor den Eingang der Kirche. Es folgte eine Begehung des Giebels und dann war klar: Einsturzgefahr! Deshalb begannen die Bauarbeiten erst einmal am Dach und dem Giebel. „Nun sind die finanziellen Mittel erschöpft und wir müssen erst wieder Geld zusammentragen, um den Turm reparieren zu können. Das wird uns hoffentlich im Laufe des Jahres gelingen.“ Um die 130.000 Euro werden für diese Sanierung benötigt.

Der Förderverein wurde 2002 gegründet und besteht aus rund 70 Mitgliedern, die den Erhalt und die Nutzung der Kirche unterstützen. Der Verein beschafft Bar- und Sachmittel und unterstützt die Arbeit der Kirchengemeinde. Außerdem organisiert er Konzerte, Vorträge, Autorenlesungen, Exkursionen und Gemeindefeste. hb

Letzte Änderung am Mittwoch, 25 Januar 2017 09:12
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Meldungen kurz & knapp

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Informationen zur Vorsorgevollmacht

Reinickendorf – Die CDA-Reinickendorf (Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft Deutschlands) lädt zu einem Vortrag zum Thema „Betreuungs- und Vorsorgevollmacht“ ein. Rechtsanwalt und Notar Andreas Gram informiert über diese Vollmachten, die eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen, auch wenn man seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann. Der Vortrag findet am Freitag, 11. August, 18 Uhr, im großen Saal der Seniorenwohnanlage Lange-Schucke-Stiftung im Büdnerring 48 statt.

Waidmannsluster Ehrenamtspreis

Waidmannslust – Ehrenamt hat viele Gesichter, auch in Reinickendorf. Deswegen stiftet der Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen jährlich den Waidmannsluster Ehrenamtspreis, der gesellschaftliches Engagement auszeichnet. Im vergangenen Jahr wurde der Förderkreis der Königin- Luise-Kirche ausgezeichnet. Auch in diesem Jahr können Einzelpersonen oder Vereine in Waidmannslust vorgeschlagen werden. Wer eine Einzelperson oder einen Verein kennt, die sich in besonderem Maße ehrenamtlich engagieren, schreibt an kontakt@ tim-zeelen.de oder Tim-Christopher Zeelen, MdA, Bürgerbüro, Brunowstraße 51, 13507 Berlin.

Beratungsstelle jetzt barrierefrei

Borsigwalde – Jahrelang war die Schuldner- und Insolvenzberatung des Deutschen Familienverbandes nicht barrierefrei erreichbar. Die Räume in einem Nebenflügel des Jobcenters in der Miraustraße 54 waren nur über eine Treppe zugänglich. Für ältere Menschen mit Rollator, Eltern mit Kinderwagen und gehbehinderte Menschen war das ein echtes Hindernis. Als Zwischenlösung boten die Mitarbeiter der Beratungsstelle Außentermine an. Das war aber mit großem Zeitaufwand verbunden. Der CDU-Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen regte an, einen Raum aus dem Hauptgebäude des Jobcenters mit zu nutzen. Diese Anregung wurde nun umgesetzt. Das Jobcenter stellt der Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle einen barrierefreien Beratungsraum zur Verfügung. „Ich freue mich, dass dieser Service nun problemlos von allen Reinickendorfern genutzt werden kann,“ sagt der Abgeordnete.

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