Einstieg ins Friseurhandwerk

Georgi (M.) von Lars Cordes erklärt Seyed (l.) und Bashar, wie man am besten föhnt. Georgi (M.) von Lars Cordes erklärt Seyed (l.) und Bashar, wie man am besten föhnt. Foto: at

Hermsdorf – Waschen, Färben, Föhnen – das sind die handwerklichen Fertigkeiten, die Bashar aus Syrien und Seyed aus Afghanistan gleich am ersten Tag ihres Schnupperpraktikums im Friseurbetrieb Lars Cordes Hairdesign erlernten. Erst einmal wurde alles an einer Puppe ausprobiert, aber von Tag zu Tag wurden die beiden Jungs mehr eingebunden. Die zwei Jugendlichen aus einer Willkommensklasse des Thomas-Mann-Gymnasiums absolvierten während ihrer Osterferien ein viertägiges Praktikum in der Hermsdorfer Filiale und am Spandauer Standort von Lars Cordes Hairdesign.

Organisiert und vermittelt hat das Praktikum die Initiative Ausbildungsplatz-Paten. Die ehrenamtlich arbeitenden Ausbildungs-Paten möchten zwischen Schulen und Betrieben vermitteln. Oft finden Schüler keinen Ausbildungsplatz und Unternehmen keine oder nicht die richtigen Auszubildenden. Um dieses Dilemma zu lösen, gehen die Paten in die Schulen, kontaktieren Unternehmen, stellen Berufe und Betriebe vor und helfen bei der Bewerbung. In dem kürzlich gestarteten Modellprojekt „Schnupperpraktikum“ kümmern sich die Ausbildungsplatz-Paten speziell um Schüler aus Willkommensklassen.

Durch das Praktikum sollen die Jugendlichen erfahren, was berufliche Ausbildung in Deutschland umfasst, welche Berufsbilder es gibt und wie wichtig die schulische Bildung für eine spätere Ausbildung ist. Ob der Friseurberuf etwas für Bashar und Seyed ist, konnten die beiden nach ihrem ersten Tag noch nicht sagen, Gefallen am Färben und Föhnen hatten sie allemal. Vor allem konnten sie jeden Tag etwas Neues rund ums Frisieren lernen. Aber auch Lars Cordes Hairdesign hatte die Chance, Jugendliche, die bisher nicht an diesen Beruf gedacht haben, für das Friseurhandwerk zu begeistern. Vielleicht ergibt sich dadurch ja doch etwas. at

Letzte Änderung am Freitag, 05 Mai 2017 08:46

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Meldungen kurz & knapp

Soziales | Senioren | Kirche

Informationen zur Vorsorgevollmacht

Reinickendorf – Die CDA-Reinickendorf (Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft Deutschlands) lädt zu einem Vortrag zum Thema „Betreuungs- und Vorsorgevollmacht“ ein. Rechtsanwalt und Notar Andreas Gram informiert über diese Vollmachten, die eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen, auch wenn man seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann. Der Vortrag findet am Freitag, 11. August, 18 Uhr, im großen Saal der Seniorenwohnanlage Lange-Schucke-Stiftung im Büdnerring 48 statt.

Waidmannsluster Ehrenamtspreis

Waidmannslust – Ehrenamt hat viele Gesichter, auch in Reinickendorf. Deswegen stiftet der Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen jährlich den Waidmannsluster Ehrenamtspreis, der gesellschaftliches Engagement auszeichnet. Im vergangenen Jahr wurde der Förderkreis der Königin- Luise-Kirche ausgezeichnet. Auch in diesem Jahr können Einzelpersonen oder Vereine in Waidmannslust vorgeschlagen werden. Wer eine Einzelperson oder einen Verein kennt, die sich in besonderem Maße ehrenamtlich engagieren, schreibt an kontakt@ tim-zeelen.de oder Tim-Christopher Zeelen, MdA, Bürgerbüro, Brunowstraße 51, 13507 Berlin.

Beratungsstelle jetzt barrierefrei

Borsigwalde – Jahrelang war die Schuldner- und Insolvenzberatung des Deutschen Familienverbandes nicht barrierefrei erreichbar. Die Räume in einem Nebenflügel des Jobcenters in der Miraustraße 54 waren nur über eine Treppe zugänglich. Für ältere Menschen mit Rollator, Eltern mit Kinderwagen und gehbehinderte Menschen war das ein echtes Hindernis. Als Zwischenlösung boten die Mitarbeiter der Beratungsstelle Außentermine an. Das war aber mit großem Zeitaufwand verbunden. Der CDU-Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen regte an, einen Raum aus dem Hauptgebäude des Jobcenters mit zu nutzen. Diese Anregung wurde nun umgesetzt. Das Jobcenter stellt der Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle einen barrierefreien Beratungsraum zur Verfügung. „Ich freue mich, dass dieser Service nun problemlos von allen Reinickendorfern genutzt werden kann,“ sagt der Abgeordnete.

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