Plakat-Kampagne

Projektkoordinatorinnen Christine Gregor und Tatjana Siek (v. l.) Projektkoordinatorinnen Christine Gregor und Tatjana Siek (v. l.) Foto: Knorr

Bezirk – In der Hauptstadt werden rund 87.000 Menschen zuhause gepflegt – so die Angaben des Amtes für Statistik. Und diese fühlen sich oft in ihrer Pflegesituation alleingelassen und überfordert. Nun soll eine zweimonatige Plakatkampagne pflegende und sorgende Angehörige ermutigen, sich selbst dabei nicht zu vergessen und ihr eigenes Wohlbefinden weiterhin im Blick zu haben.

Selbsthilfegruppen und Kontaktstellen sind eine Lösung: In fast 140 Gruppenangeboten finden pflegende Angehörige Entlastung und Abstand vom Pflegealltag – von Entspannungsgruppen über Gesprächskreise bis zum Kiezspaziergang. Die Mitarbeiter der Kontaktstellen PflegeEngagement begleiten zudem rund 50 Nachbarschaftsinitiativen wie Angehörigencafés oder kiezbezogene Nachbarschaftshilfen.

„Häufig kommen die eigenen Wünsche und Bedürfnisse von den Menschen zu kurz, die in ihrem Alltag auch noch einen Angehörigen pflegen“, erklärt Stefanie Emmert-Olschar, Projektleiterin des Kompetenzzentrums Pflegeunterstützung (KPU), das die Kontaktstellen PflegeEngagement berlinweit vernetzt. „Durch den Austausch in der Gruppe können Angehörige die Isolation, in der sie sich oftmals befinden, aufheben. Dazu gibt es viele Angebote – und auf diese möchten wir mit der Aktion aufmerksam machen“, fügt sie hinzu. Die Kontaktstelle PflegeEngagement für Reinickendorf befindet sich im Günter-Zemla-Haus, Eichhorster Weg 32, beziehungsweise im Wilhelmsruher Damm 116. Weitere Infos gibt es unter www.pflegeunterstuetzung-berlin.de/kontaktstellen/reinickendorf oder unter Tel. (030) 41 74 57 52. red

RAZ Grundschule Wahl Beruf

Meldungen kurz & knapp

Soziales | Senioren | Kirche

Informationen zur Vorsorgevollmacht

Reinickendorf – Die CDA-Reinickendorf (Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft Deutschlands) lädt zu einem Vortrag zum Thema „Betreuungs- und Vorsorgevollmacht“ ein. Rechtsanwalt und Notar Andreas Gram informiert über diese Vollmachten, die eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen, auch wenn man seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann. Der Vortrag findet am Freitag, 11. August, 18 Uhr, im großen Saal der Seniorenwohnanlage Lange-Schucke-Stiftung im Büdnerring 48 statt.

Waidmannsluster Ehrenamtspreis

Waidmannslust – Ehrenamt hat viele Gesichter, auch in Reinickendorf. Deswegen stiftet der Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen jährlich den Waidmannsluster Ehrenamtspreis, der gesellschaftliches Engagement auszeichnet. Im vergangenen Jahr wurde der Förderkreis der Königin- Luise-Kirche ausgezeichnet. Auch in diesem Jahr können Einzelpersonen oder Vereine in Waidmannslust vorgeschlagen werden. Wer eine Einzelperson oder einen Verein kennt, die sich in besonderem Maße ehrenamtlich engagieren, schreibt an kontakt@ tim-zeelen.de oder Tim-Christopher Zeelen, MdA, Bürgerbüro, Brunowstraße 51, 13507 Berlin.

Beratungsstelle jetzt barrierefrei

Borsigwalde – Jahrelang war die Schuldner- und Insolvenzberatung des Deutschen Familienverbandes nicht barrierefrei erreichbar. Die Räume in einem Nebenflügel des Jobcenters in der Miraustraße 54 waren nur über eine Treppe zugänglich. Für ältere Menschen mit Rollator, Eltern mit Kinderwagen und gehbehinderte Menschen war das ein echtes Hindernis. Als Zwischenlösung boten die Mitarbeiter der Beratungsstelle Außentermine an. Das war aber mit großem Zeitaufwand verbunden. Der CDU-Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen regte an, einen Raum aus dem Hauptgebäude des Jobcenters mit zu nutzen. Diese Anregung wurde nun umgesetzt. Das Jobcenter stellt der Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle einen barrierefreien Beratungsraum zur Verfügung. „Ich freue mich, dass dieser Service nun problemlos von allen Reinickendorfern genutzt werden kann,“ sagt der Abgeordnete.

Sidebanner