Runde um Runde

Beim vierten Spendenlauf hofft „kein Abseits! e.V.“ auf zahlreiche Teilnehmer. Beim vierten Spendenlauf hofft „kein Abseits! e.V.“ auf zahlreiche Teilnehmer. Foto: kein abseits!

Waidmannslust – Die jungen Sportler sitzen schon in den Startlöchern, am 20. Mai werden sie dann losgelassen. Zum vierten Mal lädt der Verein „kein Abseits! e.V.“ zu seinem Spendenlauf. Auf dem Sportplatz der Cité Foch an der Place Molière 4 geht es ab 13.30 Uhr rund, der Lauf startet um 14.30 Uhr, die Siegerehrung erfolgt um 16 Uhr. Der Verein hat sich dabei ein ehrgeiziges Ziel gesetzt und peilt als Spendensumme 8.100 Euro an. „Damit könnten wir sechs neue Tandems vermitteln und ein Jahr begleiten“, sagt Verena Ehrenberg-Shen, die im Verein die Öffentlichkeitsarbeit und das Fundraising koordiniert.

„Tandems“ bestehen aus einem Mentor und einem Grundschüler im Alter von neun bis 13 Jahren, „Mentee“ genannt. Das können hier beheimatete Kids ebenso sein wie Flüchtlingskinder wie die siebenjährige Kristina aus Syrien, die im letzten Jahr mit Begeisterung beim Spendenlauf dabei war. Für acht Monate werden die Kinder einmal in der Woche für zwei bis drei Stunden begleitet und bei der eigenen Interessensentwicklung unterstützt. Während die Mentees Unterstützung darin finden, ihren eigenen Weg zu gehen und mehr Selbstvertrauen zu schöpfen, erhält der Mentor Einblicke in sonst verschlossene Lebenswelten und kann an dieser Aufgabe wachsen. Für die anfallenden Kosten steht jedem Tandem ein Aktivitätengeld von 150 Euro zur Verfügung.

Zurück zum Spendenlauf: Alle Läufer haben 30 Minuten Zeit, so viele Runden wie möglich auf der 400-Meter-Bahn zu erlaufen. Jeder Läufer erläuft dabei pro Runde eine vorher mit seinem Spender festgelegte Summe (das können schon 0,50 Euro pro Runde sein). Hunderte Kinder und Ehrenamtliche konnte der Verein bereits mit seinen integrativen Projekten in den letzten Jahren erreichen. Um vielen weiteren Kids die Teilnahme an den Angeboten zu ermöglichen, zählt jede Runde. Die Regeln sind gleich geblieben: Interessierte Läufer suchen sich im Vorfeld mindestens eine Person, die pro Runde einen vorher festgelegten Betrag spendet. Alle Läufer und Spender melden sich online unter www.kein-abseits.de/spendenlauf an. Alle Runden werden gezählt, und den Spendern wird die entsprechende erlaufene Summe für die Spende an kein Abseits! mitgeteilt

Der Berliner Verein „kein Abseits! e.V.“ realisiert seit 2011 Integrations- und Bildungsprojekte in Kooperation mit Berliner Schulen, Universitäten und Flüchtlingsheimen. Beheimatete und geflüchtete Kinder und Jugendliche werden in einer Kombination aus Sport und erlebnispädagogischen Angeboten, 1:1-Mentoring und Berufserkundung individuell und ganzheitlich gefördert. So trägt der Verein zu mehr Bildungsgerechtigkeit und einem friedlichen Miteinander bei. Es entstehen Freundschaften zwischen Gleichaltrigen und unterschiedlichen Generationen jenseits von Milieugrenzen. Seit 2014 spricht der Verein gezielt auch geflüchtete Kinder und Jugendliche an – und ist für sein Engagement mehrfach ausgezeichnet worden.

Im Herbst endet die Finanzierung des Projekts „Heimspiel“ für geflüchtete Mädchen. Umso mehr ist die Unterstützung beim Spendenlauf gefragt. Jede Runde und jeder Euro zählt, und alle können helfen: ob als Läufer, Spender oder anfeuernder Gast. Und für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. bek

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Meldungen kurz & knapp

Sport | Vereine | Gesundheit

Neue Intensivstation und therapeutisches Zentrum

Borsigwalde – Am 18. Juli wurde am Vivantes Humboldt-Klinikum Am Nordgraben der Grundstein für einen Erweiterungsbau gelegt. Der Neubau entsteht auf einem Areal rechts neben dem Klinikgebäude und wird auf drei Etagen Platz für 77 Betten haben. Im Erdgeschoss wird ein therapeutisches Zentrum für ambulante und stationäre Patienten eingerichtet. Vor allem neurologische und orthopädische Behandlungen sollen hier durchgeführt werden. Im ersten Stockwerk wird die Intensivstation und im zweiten die Komfortstation für die Frührehabilitation eingerichtet. Das neue Haus soll im zweiten Quartal 2019 fertig sein und kostet Vivantes 28,2 Millionen Euro.

Israelische Baketballer zu Gast

Wittenau – Bezirksbürgermeister Frank Balzer empfing kürzlich die Jugendmannschaft des Basketballclubs Irony aus der israelischen Partnerstadt Reinickendorfs Kiryat Ata in der Nähe von Haifa im Sitzungssaal des Rathauses. Im Rahmen ihres neuntägigen Berlin-Besuchs standen sowohl touristische Höhepunkte als auch Training und Testspiele auf dem Programm. Die 16- bis 17-jährigen Israelis trugen bei ihrem Besuch auch ein Spiel gegen den VfB Hermsdorf aus. Außerdem besuchten sie den Filmpark Babelsberg und nahmen an einer Stadtrundfahrt teil. Die Partnerschaft mit Kiryat Ata existiert nunmehr seit über 40 Jahren. Demnächst werden Auszubildende des Bezirksamtes nach Israel reisen.

Mädchen-Fußball in den Ferien

Lübars – Mädchen und Fußball, das passt nicht zusammen? Dieses Vorurteil hat unsere Frauen-Nationalmannschaft Lügen gestraft. Nun arbeitet der 1. FC Lübars an weiblichem Fußballnachwuchs. Hier können Mädchen der Jahrgänge 2001 bis 2011 in den Ferien Fußball spielen. Jeden Dienstag von 17 bis 19 Uhr bietet der Verein ein lockeres „Spaß“-Training an. Ansprechpartner sind Maja Bogs unter Tel. 0171-3420101 und Rainer Lux unter Tel. 0178-6581825. Trainiert wird auf den Sportplatz in der Schluchseestraße 73-75.

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