Star-Alarm in Frohnau

Paul Drux beim Autogrammeschreiben in der Evangelischen Schule Frohnau Paul Drux beim Autogrammeschreiben in der Evangelischen Schule Frohnau Foto: bek

Frohnau – Das Gedränge war beträchtlich. Kommt ja auch nicht alle Tage vor, dass ein Handball-Nationalspieler und Bronzemedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 seine Aufwartung macht. In der Turnhalle der Evangelischen Schule Frohnau war das am Nachmittag des 10. Mai der Fall. „Paul, Paul“, riefen schon vor dem Eingang in die Halle einige Mädchen begeistert.

Paul Drux von den Füchsen Berlin kam in Begleitung des tags zuvor als Vereinspräsident für zwei weitere Jahre wiedergewählten Frank Steffel und zeigte sein Können. Der 22-Jährige gab im schwarzen Füchse-Shirt und Jeans Dritt- und Viertklässlern eine Trainingsstunde. Und oben auf den Rängen waren zahlreiche ältere Schüler und auch Eltern als Zuschauer dabei. „Einige haben den Klavierunterricht ausfallen lassen, um das hier zu sehen“, schmunzelte auf einer schmalen Holzbank der Sportlehrer Clemens Becher.

Drux griff in die Trickkiste, zeigte Wurftechniken und mischte bei mehreren Trainingsspielchen mit. „Ich freue mich immer, wenn ich Kinder für Handball begeistern kann. Handball ist für mich die schönste Sportart der Welt“, sagte Drux. Der aus der früheren Handball-Hochburg Gummersbach stammende und seit einigen Jahren in Berlin lebende Handball-Star hatte Autogrammkarten dabei, setzte seine Unterschrift auf ihm entgegen gestreckte Bälle. Steffel und Drux schenkten der Schule ein von beiden unterzeichnetes Füchse-Drux-Trikot. Schließlich stellte sich Drux den Fragen der Schüler.

Die trauten sich erst nicht so richtig, aber dann sprudelte es doch aus ihnen heraus. „Kann man mit Handball Geld verdienen? wollte einer wissen. „Es reicht zum Leben, aber ich kann das ja nicht ewig machen“, antwortete Drux. Wie oft trainierst Du? „Acht Mal pro Woche.“ Da war der Junge baff. In wie vielen Ländern warst Du schon? Wie viele Tore hast Du geworfen? Und so wäre es noch lange weitergegangen, wenn Frank Steffel nicht ein Machtwort gesprochen hätte: „Paul muss zum Training, wenn er zu spät kommt, gibt es Ärger mit dem Trainer.“

„Ein sympathischer Auftritt von Paul Drux“, sagte Christopher Bergmann. Der 34-Jährige Sportlehrer ist seit 2016 an der Schule und hat die beiden Handball-AG für die dritten und vierten Klassen eingeführt. Insgesamt 42 Kinder nehmen daran teil, einige haben darüber den Weg zum Vereinshandball gefunden und sich der SG VfB Hermsdorf/TV Waidmannslust angeschlossen. Und Erfolge haben sich schon eingestellt: Die Evangelische Schule ist aktueller Berliner Schulmeister in dieser Altersklasse. bek

Letzte Änderung am Freitag, 26 Mai 2017 10:17

RAZ Grundschule Wahl Beruf

Meldungen kurz & knapp

Sport | Vereine | Gesundheit

Neue Intensivstation und therapeutisches Zentrum

Borsigwalde – Am 18. Juli wurde am Vivantes Humboldt-Klinikum Am Nordgraben der Grundstein für einen Erweiterungsbau gelegt. Der Neubau entsteht auf einem Areal rechts neben dem Klinikgebäude und wird auf drei Etagen Platz für 77 Betten haben. Im Erdgeschoss wird ein therapeutisches Zentrum für ambulante und stationäre Patienten eingerichtet. Vor allem neurologische und orthopädische Behandlungen sollen hier durchgeführt werden. Im ersten Stockwerk wird die Intensivstation und im zweiten die Komfortstation für die Frührehabilitation eingerichtet. Das neue Haus soll im zweiten Quartal 2019 fertig sein und kostet Vivantes 28,2 Millionen Euro.

Israelische Baketballer zu Gast

Wittenau – Bezirksbürgermeister Frank Balzer empfing kürzlich die Jugendmannschaft des Basketballclubs Irony aus der israelischen Partnerstadt Reinickendorfs Kiryat Ata in der Nähe von Haifa im Sitzungssaal des Rathauses. Im Rahmen ihres neuntägigen Berlin-Besuchs standen sowohl touristische Höhepunkte als auch Training und Testspiele auf dem Programm. Die 16- bis 17-jährigen Israelis trugen bei ihrem Besuch auch ein Spiel gegen den VfB Hermsdorf aus. Außerdem besuchten sie den Filmpark Babelsberg und nahmen an einer Stadtrundfahrt teil. Die Partnerschaft mit Kiryat Ata existiert nunmehr seit über 40 Jahren. Demnächst werden Auszubildende des Bezirksamtes nach Israel reisen.

Mädchen-Fußball in den Ferien

Lübars – Mädchen und Fußball, das passt nicht zusammen? Dieses Vorurteil hat unsere Frauen-Nationalmannschaft Lügen gestraft. Nun arbeitet der 1. FC Lübars an weiblichem Fußballnachwuchs. Hier können Mädchen der Jahrgänge 2001 bis 2011 in den Ferien Fußball spielen. Jeden Dienstag von 17 bis 19 Uhr bietet der Verein ein lockeres „Spaß“-Training an. Ansprechpartner sind Maja Bogs unter Tel. 0171-3420101 und Rainer Lux unter Tel. 0178-6581825. Trainiert wird auf den Sportplatz in der Schluchseestraße 73-75.

Sidebanner