Imkereimuseum am neuen Ort

Robert Gummi (l.) und Wolfgang Fleischbein vor der Grundschule am Vierrutenberg Robert Gummi (l.) und Wolfgang Fleischbein vor der Grundschule am Vierrutenberg Foto: mvo

Lübars – Wolfgang Fleischbein, der Leiter der AG Imkereimuseum des Imkervereins Reinickendorf-Mitte e. V., kann wieder strahlen – und das trotz zweitägiger Schlepperei von Möbeln, Bienenkisten und Umzugskartons: Seine gesammelte Imkereigeschichte hat ein neues passendes Quartier gefunden.

Nach der überraschenden Kündigung der bisher genutzten Räume auf dem Gelände der Alten Fasanerie in Lübars durch den Pächter, das Elisabethstift, hatte der Imkerverein alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ein neues Quartier zu finden. Schreiben an die Bezirksverordnetenversammlung, den Reinickendorfer Bezirksbürgermeister und an viele Zeitungen gingen raus, und die Nachricht vom drohenden Ende des Museums verbreitete sich in der Berliner Imkerschaft wie ein Lauffeuer. Entsprechend bedauert wurde daher, dass das Elisabethstift bei der Dankesrede für die Honigspende auf dem Berliner Imkertag kein Kommentar zu dem Vorgang verlauten ließ. Dabei hatte der Imkerverein das Elisabethstift als Empfänger für die Einnahmen in Höhe von 1.800 Euro vorgeschlagen, die aus dem Verkauf berlinweit gespendeten Honigs auf der Grünen Woche eingenommen wurden.

Inzwischen rollte jedoch eine Welle der Hilfsbereitschaft an, und diverse Hilfs- und Raumangebote landeten in den E-Mail-Fächern des Vereins; darunter auch ein Angebot eines evangelischen Gemeindezentrums aus dem Norden Reinickendorfs. Doch viele dieser Angebote scheiterten an finanziellen Gründen. Der mit etwas über 100 Mitgliedern vergleichsweise große aber finanziell eher bescheiden ausgestattete Imkerverein kann keine marktübliche Miete für ein ehrenamtlich betreutes und kostenlos zu besuchendes Museum schultern.

Andere Angebote hätten den Verlust der Sammlung für Reinickendorf bedeutet – dabei wollen die Mitglieder weiterhin die beliebten Führungen für Kitas und Schulklassen anbieten und suchten daher räumliche Nähe zum alten Standort. Zudem sollte eine Außenfläche dabei sein, um den geplanten und durch die erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme auch schon grundfinanzierten Bienenschaugarten einzurichten. Auch die Idee einer Kleingartenparzelle musste wieder verworfen werden – dort befürchteten die Nachbarn Beeinträchtigungen durch Bienenflug.

So kam das Angebot der naturorientierten „Grundschule am Vierrutenberg“ in Lübars zur rechten Zeit. Ein kleiner, kaum genutzter Raum im Dachgeschoss wurde durch die Schule blitzschnell beräumt, und in zwei Tagen konnte das gesamte Inventar durch ein Dutzend Vereinsmitglieder umgezogen werden.

Bereits in der Vergangenheit hatte der Verein ein Bienenschauvolk für die Schule eingerichtet, und so hoffen beide Seiten auf eine fruchtbare Kooperation. Das große Gartengelände bietet Platz für den geplanten „Bienenschaugarten“, und mit den 370 Schülern sind die Besucher schon vor Ort – beste Voraussetzungen für den Neustart des Imkereimuseums. mvo

Letzte Änderung am Dienstag, 20 Dezember 2016 15:13

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Meldungen kurz & knapp

Verkehr | Mobilität | Umwelt

Zweigleisig nach Hennigsdorf

Bezirk – Die SPD Reinickendorf fordert einen zweigleisigen Ausbau der S-Bahn-Strecke von Schönholz nach Hennigsdorf. Die bisherige Planung, Tegel bis 2023 zweigleisig anzuschließen und Hennigsdorf weiterhin eingleisig zu belassen, würde zu lange dauern. Daher fordert die Partei den Senat auf, umgehend Verhandlungen mit dem Land Brandenburg und der Deutschen Bahn aufzunehmen, um den zweigleisigen Ausbau zügig aufzunehmen. Als Argument nennt die SPD in einer Pressemitteilung die Bevölkerungsentwicklung im Ballungsraum Berlin.

Dialog-Displays in Tegel-Süd

Tegel – Nachdem sich in den letzten Wochen Anwohner über Raser in der Namslausstraße in Tegel-Süd beschwert haben, hat nun Bezirksstadtrat Tobias Dollase sogenannte Dialog-Displays aufstellen lassen, die Autofahrern anzeigen, wenn diese zu schnell unterwegs sind. Zudem wurde der Polizeiabschnitt 11 in Tegel von Felix Schönebeck, dem Leiter der Kiez-Initiative „I love Tegel“, gebeten, in den betroffenen Bereichen verstärkt Geschwindigkeitskontrollen vorzunehmen.

Vollsperrung Buddestraße

Tegel – Aufgrund der Baumaßnahmen am Tegel Center kommt es vom 17. bis zum 30. Juli zu einer Vollsperrung der Buddestraße und damit auch zu Einschränkungen im Straßenverkehr. Die Busse 124, 125, 133, 220, 222, N22, N24, N25 und N33 sind von der Sperrung betroffen und werden in dem Zeitraum umgeleitet.

Ein zweiter Ausgang für den S-Bahnhof Alt-Reinickendorf

Reinickendorf – Die FDP-Fraktion in der Reinickendorfer Bezirksverordnetenversammlung hat in einer Pressemitteilung einen zweiten Ausgang am S-Bahnhof Alt-Reinickendorf gefordert, der zur Flottestraße führen soll. Davon erhoffen sich die Liberalen Anreize für die Anwohner, auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. „Wir wollen den Bürgern ermöglichen mit weniger Zeitaufwand schneller zum Arbeitsplatz zu gelangen“, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andreas Otto. Außerdem würde ein weiterer Ausgang auch als Fluchtweg dienen, wenn der Aktuelle wegen eines Notfalls versperrt wäre.