Verfault und nicht standfest

Hier kreischen die Motorsägen: Im Waldstück zwischen A 111 und Ruppiner Chaussee  wurden kranke und nicht mehr standfeste Bäume gefällt. Hier kreischen die Motorsägen: Im Waldstück zwischen A 111 und Ruppiner Chaussee wurden kranke und nicht mehr standfeste Bäume gefällt. Foto: hb

Heiligensee – Es kreischen wieder die Motorsägen. Jedes Jahr, wenn sich der Winter verabschiedet, beginnen die Berliner Forsten und das Gartenbauamt mit den so genannten Baumpflegemaßnahmen. Es werden Äste gekappt und Bäume gefällt. So geschehen in einem kleinen Waldstück zwischen Ruppiner Chaussee und der Autobahn A 111. Der dicht bewachsene Streifen wurde ausgelichtet und das Ergebnis fein säuberlich aufgestapelt. Warum musste an dieser Stelle, wo die Bäume einen wichtigen Lärm- und Sichtschutz leisten, so stark ausgelichtet werden? Die RAZ fragte bei den Berliner Forsten nach. Derk Ehlert von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, dem die Forsten unterstehen, bestätigte die Fällung – überwiegend von Laubbäumen wie Robinien, Kastanien und Eichen – betonte aber, dass „nur nach sorgfältiger Prüfung und nur, wenn es gar nicht anders geht, gefällt wird.“ Die Baumfällungen in Heiligensee wären leider aufgrund der Stammfäule vieler dort stehenden Bäume erforderlich gewesen. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht mussten zusätzlich überhängende Bäume zur Autobahn entfernt werden und Bäume, die auf die Straße umzukippen drohten.

Derk Ehlert ist sich jedoch sicher, dass die jungen Bäume, die noch im Waldstück stehen, die entstandenen Lücken bald auffüllen werden. Außerdem wird an einzelnen Stellen nachgepflanzt. Derk Ehlert: „Durch die Junggehölze wird sich relativ schnell wieder eine geschlossene Blattkrone bilden, auch im unteren Sichtbereich, so dass sich ein wirkungsvollerer Lärm- und Sichtschutz entwickelt.“ hb

Letzte Änderung am Dienstag, 07 März 2017 13:49

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