Reinickendorf summt

Bienen finden Platz in der kleinsten Hütte, aber ihre Imker sind in akuter Raumnot. Bienen finden Platz in der kleinsten Hütte, aber ihre Imker sind in akuter Raumnot. Foto: mvo

Bezirk – Die Bezirksverordentenversammlung (BVV) hatte es gut gemeint: Im Januar 2016 wurde auf Initiative von Torsten Hauschild, Holger Lütge und Stephan Schmidt ein Ersuchen an das Bezirks­amt gestellt, geeignete Standorte in Reinickendorf für die Aufstellung von Bienenvölkern bereitzustellen.

Daraufhin wurde dem Imkerverein Reinickendorf-Mitte e.V., der mit über 100 Mitgliedern größten Interessensvertretung Reinickendorfer Imker, eine umfangreiche Liste über das „Tafelsilber“ des Bezirks zugeschickt – von den Brunnen auf dem Kurt-Schumacher-Platz bis hin zu den Jugendverkehrsschulen sollte der Verein nun alle Immobilien auf „Bienentauglichkeit“ prüfen.

Dabei sind Standplatzsorgen nicht die primäre Sorge der Reinickendorfer Bienenhalter. Gut 600 Völker haben alleine die Mitglieder des Imkervereins unter ihren Fittichen, und immer wieder möchten Reinickendorfer, die keine Zeit für die Bienenhaltung haben, ihre Gärten zur Verfügung stellen. Viele der Reinickendorfer Imker haben auch eigene Gärten oder konnten bereits Pachtverträge über bezirkseigene Flächen abschließen.

Anstatt nun noch mehr Bienenvölker möchte der Verein daher lieber Unterstützung bei der Bewahrung der Bienengesundheit. In diesen Bereichen hapert es erheblich, denn der Verein verfügt über keine Räumlichkeiten, um die bei einem Ausbruch erforderlichen und behördlich verordneten Desinfektionsmaßnahmen durchführen zu können. Auch die Gewinnung von Bienenwachs stellt eine oft unüberwindbare Hürde für die Bienenhalter dar, denn das kostbarste aller Bienenprodukte ist nur sehr aufwendig für den erneuten Einsatz im Bienenvolk aufzubereiten. Dementsprechend wurde das Bezirksamt darum gebeten, den Verein bei der Suche nach solchen Räumlichkeiten zu unterstützen. Dies wurde jedoch abgelehnt.

Nachdem dann auch das Imkereimuseum sein Quartier auf der Familienfarm im Lübars verlor (die RAZ berichtete) war dieses Ziel in weite Ferne gerückt, denn eine Anmietung auf dem freien Markt kann der gemeinnützige Verein nicht stemmen. Doch aus dem nunmehr aus Bezirksamtssicht als „erledigt“ betrachteten BVV-Beschluss haben sich nun erste direkte Kontakte zwischen den Fraktionen und der Reinickendorfer Imkerschaft gebildet, und so wird die Hoffnung nicht aufgegeben. Schließlich plant der Bezirk umfangreiche Investitionen im Bereich der Residenzstrasse – vielleicht kann hier mal Berlins erstes Imkereimuseum seine Pforten öffnen? mvo

Letzte Änderung am Mittwoch, 10 Mai 2017 11:50
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Hermsdorf – Aufgrund der Starkregenereignisse im Juli kam es zu Unterspülungen der Fahrbahn in der Frohnauer Straße in Höhe der Straße Am Dominikusteich. Für die erforderlichen Instandsetzungsarbeiten musste die Frohnauer Straße zwischen Am Dominikusteich und dem Klosterheider Weg voll gesperrt werden. Die Umleitung für den Verkehr erfolgt nun über die Kneippstraße, die Kurhausstraße und den Falkentaler Steigt. Der komplette Abschluss der Instandsetzungsarbeiten und die Freigabe der Straße sind für den 11. August geplant.

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